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Gemini Omni Video Workflow Guide: So briefen Sie ein KI-Videomodell im Jahr 2026
Die Videogenerierung mit Gemini hat sich von einer einfachen Eingabeaufforderung zu einem praktischen kreativen Workflow entwickelt. Die aktuelle Veo 3.1-Erfahrung von Google legt den Schwerpunkt auf 8-Sekunden-Videos mit Ton in Gemini Apps, eine verbesserte Bild-zu-Video-Qualität, vertikale Formate und umfangreichere Steuerungsmöglichkeiten in Flow, der Gemini API und Vertex AI. Der entscheidende Wandel liegt nicht nur in besseren Pixeln: Produktionsteams benötigen jetzt ein Zusammenspiel aus Prompts, Referenzmaterial, Audiointention und einer Strategie für Wiederholungen.
Wichtige Erkenntnisse
- Behandeln Sie einen KI-Video-Prompt wie ein Shot-Briefing, nicht wie eine Bildunterschrift.
- Beschreiben Sie Kamera, Motiv, Bewegung, Beleuchtung, Timing und Ton in separaten Klauseln.
- Verwenden Sie Referenzbilder für Identität, Produkt, Umgebung oder Stil, aber legen Sie fest, wofür jedes Referenzbild verantwortlich ist.
- Halten Sie die erste Generierung eng gefasst und iterieren Sie dann mit Bearbeitungen oder wiederhergestellten Parametern, anstatt von Grund auf neu zu schreiben.
Was hat sich mit Veo 3.1 geändert?
Google beschreibt Veo 3.1 als ein Release, das sich auf reichhaltigeren Ton, mehr narrative Kontrolle, stärkere Prompt-Treue und eine verbesserte audiovisuelle Qualität bei der Umwandlung von Bildern in Videos konzentriert. Flow hat außerdem mehr Kontrolle über Referenzbilder, First/Last-Frame-Workflows, Szenenerweiterungen und Objektbearbeitungen hinzugefügt.
Für Kreative bedeutet dies, dass ein gutes Briefing jetzt vier Fragen beantworten muss:
- Was soll konsistent bleiben?
- Was soll sich bewegen?
- Was soll die Kamera tun?
- Was soll der Zuschauer hören?
Wenn der Prompt nur "mach ein cineastisches Produktvideo" sagt, muss das Modell alle vier Antworten erfinden. Wenn der Prompt hingegen "8-Sekunden-Makro-Produktshot, Kamera fährt langsam vom Etikett zum Verschluss, Kondenswassertropfen laufen am Glas herunter, weiche Studio-Reflexion, leiser Synth-Puls und subtile Flaschenhandhabungs-Geräusche" lautet, hat die Generierung ein viel engeres Ziel.
Eine praktische Prompt-Struktur
Verwenden Sie dieses Format für die meisten Text-zu-Video- und Bild-zu-Video-Aufgaben:
Motiv: ein klares Motiv, Produkt, Charakter oder eine Szene.
Aktion: was sich während des Shots verändert.
Kamera: Shot-Größe, Bewegung, Winkel, Objektiv-Gefühl.
Beleuchtung und Look: Tageszeit, Palette, Realismus, Textur.
Audio: Atmosphäre, Dialog, Musik, Geräusche oder Stille.
Einschränkungen: vermeide Text, vermeide zusätzliche Personen, halte Logo lesbar, keine Szenenschnitte.
Beispiel:
Motiv: ein mattschwarzer Elektroroller, geparkt vor einer gläsernen Bürolobby.
Aktion: Regentropfen rollen über den Lenker, während das Scheinwerferlicht angeht.
Kamera: Low-Angle 35mm Push-In vom Vorderrad zum Scheinwerfer, kein Schnitt.
Beleuchtung und Look: blaue Stunde, nasse Gehweg-Reflexionen, realistisches Werbelicht.
Audio: leiser Stadtregen, entfernter Verkehr, subtiler elektrischer Startton.
Einschränkungen: keine Personen, kein lesbarer Ladentext, Roller-Proportionen unverändert lassen.
Wie man Referenzen nutzt, ohne das Modell zu verwirren
Referenzbilder sind am wirkungsvollsten, wenn jedes eine klare Aufgabe hat. Laden Sie nicht fünf unzusammenhängende Bilder hoch und erwarten Sie, dass das Modell Ihren Geschmack erkennt.
| Referenzzweck | Gute Eingabe | Prompt-Anweisung |
|---|---|---|
| Charakteridentität | Frontales, sauberes Porträt | "Behalte dasselbe Gesicht, dieselbe Frisur und dieselbe Kleidung bei." |
| Produktgenauigkeit | Produktaufnahme vor einfarbigem Hintergrund | "Behalte Form, Farbe, Etikettenplatzierung und Material bei." |
| Umgebung | Raum- oder Straßenfoto | "Nutze dieses Location-Layout und diese Lichtstimmung." |
| Stil | Standbild oder Art-Direction-Board | "Nutze diese Palette, diesen Kontrast und diese Textur, nicht das Motiv." |
| Bewegungsbrücke | Start- und Endbild | "Erzeuge einen kontinuierlichen Übergang zwischen diesen Bildern." |
Die Google Vertex AI-Dokumentation stellt fest, dass Veo Prompt, Bildsteuerung, Letztbild-Steuerung, Referenzbilder, Seitenverhältnis, Dauer, Audio-Generierung, Negative Prompts, Seed und Auflösungssteuerung über unterstützte Modelle hinweg unterstützt. Die praktische Lehre ist einfach: Wenn eine Benutzeroberfläche diese Einstellungen bereitstellt, speichern Sie sie zusammen mit dem Prompt. Andernfalls kann das Team einen erfolgreichen Clip nicht reproduzieren.
Eine Wiederholungsschleife, die Credits spart
Machen Sie nicht jeden erneuten Versuch zu einem völlig neuen Prompt. Verwenden Sie eine Drei-Durchlauf-Schleife:
- Kompositionsdurchlauf: Holen Sie sich das Motiv, die Bildausschnitt und die Bewegungsrichtung richtig. Ignorieren Sie kleinere Artefakte.
- Steuerungsdurchlauf: Ändern Sie ein oder zwei Variablen, wie Kamerageschwindigkeit oder Hintergrund.
- Feinschliffdurchlauf: Verfeinern Sie Audio, Beleuchtung, Bildausschnitt und Ausgabeauflösung.
Bei kurzen Clips ist die größte Verschwendung, fünf Variablen auf einmal zu ändern. Sie können nicht erkennen, welche Änderung das Ergebnis verbessert oder zerstört hat. Ein brauchbares Verlaufssystem sollte den Prompt, das Modell, den Modus, das Seitenverhältnis, die Dauer, die Auflösung, die Toneinstellung und das Referenzmedium speichern, sodass der nächste Durchlauf von einem bekannten Zustand aus startet.
Quellen
- Google: Bringing new Veo 3.1 updates into Flow
- Google: Generate videos with Gemini Apps
- Google Cloud: Veo on Vertex AI video generation API